LEOPARD Studie

LEOPARD Studie

Multizentrische randomisierte Studie zur Verbesserung der respiratorischen Unterstützung von Frühgeborenen nach der Geburt

Säuglinge unter 32 Wochen benötigen nach der Geburt eine Atemunterstützung, um eine funktionelle Residualkapazität (FRC) aufzubauen und aufrechtzuerhalten und einer Hypoxämie vorzubeugen. In der Regel werden Säuglinge zunächst mittels kontinuierlichem positivem Atemwegsdruck (CPAP) unterstützt, der einen positiven endexspiratorischen Druck (PEEP) erzeugt und so einen Alveolarkollaps verhindert. Leitlinien zur Neugeborenen-Reanimation empfehlen einen anfänglichen PEEP von mindestens 5–6 mbar, wobei höhere Drücke zulässig sind. Diese Empfehlung ist größtenteils auf unzureichende Daten zu höheren Anfangsdrücken zurückzuführen. Die Druckwerte variieren jedoch stark, wobei einige Zentren weltweit bereits mit Werten von 15–20 mbar beginnen. Der anfängliche Druckwert für sehr frühgeborene Säuglinge unmittelbar nach der Geburt ist nach wie vor Gegenstand kontroverser Debatten, und hinsichtlich des gewählten Wertes besteht klinische Unsicherheit. Die LEOPARD-Studie wird zwei Druckstufen (hoch, 10–12 mbar, vs. niedrig, 5–7 mbar) anhand einer großen Stichprobe vergleichen und aussagekräftige Erkenntnisse über die Wirkung der gewählten Druckstufen liefern. 

Jüngere kleinere Studien zeigten eine verbesserte spontane Atembemühung sowie eine verbesserte physiologische Stabilität bei höheren Drücken und keine Sicherheitsbedenken bei einem höheren Druck. Der richtige anfängliche Wert des positiven distendierenden Drucks während der neonatalen Stabilisierung nach der Geburt ist nach wie vor unbekannt. Diese Studie wird anhand einer großen Stichprobe aussagekräftige Erkenntnisse über die Auswirkungen eines höheren anfänglichen Druckwerts auf ein klinisch wichtiges Ergebnis liefern, wobei der DOOR-Ansatz (Desirability of Outcomes Ranking) verwendet wird.

Traditionell werden in klinischen Studien der Neonatologie zusammengesetzte Endpunkte wie das Überleben ohne bronchopulmonale Dysplasie verwendet. Eltern- und Patienteninitiativen haben diesen Ansatz jedoch kritisiert, da er den Tod mit einer chronischen Lungenerkrankung gleichsetzt. Kürzlich haben Statistiker und Spezialisten für Infektionskrankheiten den DOOR-Ansatz (Desirability Of Outcome Ranking) vorgeschlagen, bei dem dichotome Endpunkte entsprechend ihrer Bedeutung für Familien und Pflegepersonen eingestuft werden. Der DOOR-Ansatz wurde bislang noch nicht in prospektiven Studien an der neonatalen Population umgesetzt. In Zusammenarbeit mit Elternvertretern haben wir eine Rangfolge von Endpunkten entwickelt, die zwischen gesunden Säuglingen und Säuglingen mit unterschiedlichem Schweregrad an Morbidität sowie dem Tod variiert (Desirability Of Outcome Ranking, DOOR). Die Rangfolge spiegelt die relative Bedeutung der Endpunkte für die betroffenen Familien wider. Dies ist die erste Studie, die diesen neuartigen Ansatz in einer prospektiven Studie an der neonatalen Population umsetzt.

Ursprünglich mit DeepL übersetzt